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Willkommen bei UCB in Deutschland

Studie: Sichere Einnahme von Medikamenten überfordert viele Deutsche

  • Acht von zehn Bundesbürgern haben schon mal vergessen, ihre Arzneimittel zu nehmen
  • Mehr als jeder Zweite hat Präparate falsch dosiert
  • 51 Prozent haben im Netz Pharmazeutika ausgesucht und eingenommen
  • Jeder Dritte hätte Interesse an Telefonhotline, die Auskunft über Heilmittel gibt

Monheim, Deutschland – 18. März 2020 – Pressemitteilung. Die Deutschen stehen sich beim Gesundwerden oft selbst im Weg. 83 Prozent der Bundesbürger haben schon mal vergessen, ihre Medikamente zu nehmen. Außerdem geben 54 Prozent zu, ein vom Arzt verschriebenes Arzneimittel gar nicht erst in der Apotheke abgeholt zu haben. Und ebenso viele haben sich nicht genau an die Dosierempfehlungen gehalten. Je jünger die Bundesbürger sind, desto sorgloser ist ihr Umgang mit Medikamenten. So haben 67 Prozent der 18- bis 29-Jährigen und 59 Prozent der 30- bis 39-Jährigen schon einmal ein Arzneimittel falsch dosiert. Unter den über 60-Jährigen sind es hingegen nur 49 Prozent. Das geht aus einer repräsentativen Befragung von 1.000 Deutschen im Auftrag der UCB Pharma GmbH hervor.

Bei der Dosierung eines Medikaments verlassen sich die Deutschen vor allem auf den Rat von Gesundheitsexperten. 91 Prozent informieren sich bei ihrem Arzt und 46 Prozent bei ihrem Apotheker über die richtige Einnahme. Nur 20 Prozent ziehen hingegen den Beipackzettel zurate. Offenbar versteht nicht jeder, was dort geschrieben steht. So wünschen sich 87 Prozent der Befragten, dass Beipackzettel in Zusammenarbeit mit Patienten entwickelt werden. Diese sollen dabei speziell auf Inhalte und Verständlichkeit achten. Besonders über 60-jährige Deutsche halten das für sinnvoll. 91 Prozent von ihnen würden verständlichere Beipackzettel begrüßen. Bei den 40- bis 49-Jährigen teilen diese Ansicht immerhin noch 82 Prozent. 

„Es ist ein Alarmsignal, dass so viele Deutsche ihre Medikamente nicht oder zumindest nicht richtig dosiert einnehmen“, sagt Dr. Karl-Werner Leffers, Geschäftsführer der UCB Pharma GmbH. „Staat und Gesundheitswirtschaft sind gefordert, die Patienten künftig noch mehr zu unterstützen. Darüber müssen wir uns austauschen – zum Beispiel im Rahmen eines Runden Tischs.“   

 

Vor allem junge Deutsche verlassen sich auf „Dr. Google“

Gefährlich ist auch das blinde Vertrauen vieler Bundesbürger in „Dr. Google“. Jeder zweite Befragte (51 Prozent) hat sich bereits im Internet ein Medikament ausgesucht und es anschließend eingenommen. Zudem haben 45 Prozent zu einem vom Arzt verschriebenen Arzneimittel im Netz recherchiert und es daraufhin abgesetzt. Besonders leichtfertig gehen die unter 40-Jährigen mit Präparaten um. So haben 53 Prozent der 18- bis 29-Jährigen und 52 Prozent der 30- bis 39-Jährigen bereits aufgrund einer Internetrecherche ein Medikament abgesetzt. Bei den über 60-Jährigen trifft das auf 37 Prozent zu.

„Gerade zu medizinischen Themen kursieren im Netz viele falsche Informationen“, sagt Dr. Leffers. „Wenn Laien auf dieser Grundlage Arzneimittel aussuchen oder nicht mehr einnehmen, setzen sie ihre Gesundheit aufs Spiel. Eine Internetrecherche kann niemals die ärztliche Diagnose und Therapie ersetzen.“ 

Oft ist der Griff zum Smartphone allerdings der letzte Ausweg auf der Suche nach Antworten rund um die Medikamenteneinnahme. Als Alternative dazu hätten 35 Prozent der Befragten Interesse an einer Telefonhotline, die Auskunft zu Dosierung, Nebenwirkungen oder Unverträglichkeiten gibt. Außerdem würden 34 Prozent eine digitale App begrüßen, die sie an die Einnahme von Medikamenten erinnert. Besonders groß ist die Nachfrage bei der jungen Generation. Während 59 Prozent der 18- bis 29-jährigen Interesse an einer solchen App hätten, gilt das nur für 19 Prozent der über 60-Jährigen.

 

Hintergrundinformationen:

Für die Marktforschungsstudie „Der Patient im Mittelpunkt“ wurden in einer für die deutsche Bevölkerung repräsentativen Umfrage 1.000 Bundesbürger ab 18 Jahren im September 2019 online befragt. Die Daten sind durch das Marktforschungsinstitut Toluna im Auftrag der UCB Pharma GmbH erhoben worden. Die Ergebnisse sind auf ganze Zahlen gerundet.

 

Weitere Informationen

Werner Bleilevens, Unternehmenskommunikation, UCB Zentraleuropa (Deutschland, Österreich, Schweiz), Tel.: 02173.48.1056, werner.bleilevens@ucb.com

 

Über UCB

UCB, Brüssel, Belgien (www.ucb.com) ist ein weltweit tätiges biopharmazeutisches Unternehmen, das sich der Erforschung und Entwicklung von innovativer Medizin und Behandlungsmöglichkeiten in den Bereichen Zentrales Nervensystem, Immun- und Entzündungserkrankungen widmet, um Menschen mit schweren Krankheiten eine bessere Lebensqualität zu ermöglichen. UCB erreichte 2017 ein Umsatzvolumen von 4,5 Mrd. € und beschäftigt mehr als 7.500 Mitarbeiter in rund 40 Ländern. UCB wird an der Euronext Börse in Brüssel gehandelt (Symbol: UCB). Verfolgen Sie unsere Kurznachrichten bei Twitter unter: @UCB_news.